Die Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte braucht Ihre Unterstützung!

5. Mai 2021 - Seit über zehn Jahren ist die HLCMR ein wertvoller Bestandteil der juristischen Ausbildung an der Humboldt-Universität zu Berlin und eine einzigartige Verbindung der Fakultät in die Zivilgesellschaft. Als Law Clinic bietet sie Studierenden die Möglichkeit, gemeinsam mit Forschenden sowie Bürgerrechts-, Antidiskriminierungs- und Menschenrechtsorganisationen an konkreten Fällen auf dem Gebiet der Grund- und Menschenrechte zu arbeiten. Die Arbeit und das Lernen in diesem Format vermittelt den Teilnehmenden interdisziplinäre Perspektiven, entscheidende Einblicke in die Menschenrechtsarbeit und die Möglichkeit ihre Fähigkeiten und Kenntnisse für die Rechtsmobilisierung zu Gunsten diskriminierter und marginalisierter Gruppen zu nutzen. Eine weitere Besonderheit der HLCMR ist die Zusammensetzung der Teilnehmenden aus Studierenden der Rechtswissenschaften sowie der Gender Studies. Durch diese transdisziplinäre Zusammenarbeit wird die menschenrechtliche Ausbildung um eine wichtige Perspektive erweitert.

Die HLCMR bringt auch konkrete Ergebnisse für die Grund- und Menschenrechtsarbeit hervor: In der Zusammenarbeit entstehen Rechtsgutachten, Beratungsleitfäden, Policy-Paper und Klageschriften, die von den Verbänden, NGOs, Beratungsstellen und Rechtsanwält*innen für ihre weitere Tätigkeit genutzt werden. Öffentliche Veranstaltungen der Law Clinic sowie der Blog für Grund- und Menschenrechte thematisieren Menschenrechte und Antidiskriminierungspolitik im Kontext sozialer Ungleichheitsverhältnisse und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Wissenstransfer zwischen Zivilgesellschaft und Universität.

Damit schafft die HLCMR einen Raum für Themen, die gewöhnlich an juristischen Fakultäten wenig Eingang in das Curriculum finden. Sie ist ein Vorbild in Bezug auf praxisnahe und interdisziplinäre Lehrformate in der juristischen Ausbildung in Deutschland sowie den damit verbundenen, notwendigen Kompetenzerwerb für künftige Jurist*innen. Als erste Law Clinic deutschlandweit auf dem Gebiet der Grund- und Menschenrechte nimmt die HLCMR hier eine Vorreiterinnenrolle ein.

Dieses Projekt ist in Gefahr.

Die bisherige Finanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung endete mit Ablauf des Jahres 2020. Derzeit ist keine Alternativfinanzierung durch die Humboldt-Universität zu Berlin in Aussicht. Als Studierende und ehemalige Teilnehmende der Law Clinic haben wir einen Förderverein gegründet, um den Fortbestand des Projekts zu ermöglichen. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung!

Allein auf ehrenamtlicher Basis kann die Arbeit der Law Clinic nicht geleistet werden. Lehre zu Grund- und Menschenrechten sowie Antidiskriminierung und Rechtsmobilisierung, Projektakquise und Projektbetreuung, Netzwerken und Kompetenzerwerb, Betreuung des HLCMR-Blogs und Organisation von Veranstaltungen, wissenschaftlich qualifizierte Begleitung der Erstellung der Abschlusspapiere und Working Paper, Verwaltung und Mittelakquise müssen finanziert werden. 

Unterstützen Sie uns dabei, kritischen Perspektiven und gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein einen Platz im Jurastudium zu sichern! 

 

Dieser Aufruf wird unterstützt durch

Organisationen

Arbeitskreis kritischer jurist*innen HU Berlin (akj)

Amaro Foro e.V.

Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS)

Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB)

Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)                                                                                                  

Ban Ying e.V.

Berlin Postkolonial e.V.

bff: Frauen gegen Gewalt e.V. 

Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. (BUG)

Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V (BumF)

Bundesverband Trans* e.V. Für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt!

Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Projekt “Faire Mobilität”

Deutsches Institut für Menschenrechte e.V. (DIMR)

Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)

Deutsches Kinderhilfswerk  e.V. (DKHW)                          

European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)

Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL)

JUMEN e.V. 

Rechtsanwaltskanzlei Betz Rakete Dombek

Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V. (KuB)

Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V. (LSVD) und MILES

National Coalition Deutschland - Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Neue Richtervereinigung e.V.

Opferperspektive – Solidarisch gegen Rassismus, Diskriminierung und rechte Gewalt e.V. 

Pro Familia

Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV)

Think Tank iRights.Lab

Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg e.V. (TBB)

 

Einzelpersonen

Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M. (Michigan) (Richterin am BVerfG und Gründerin der HLCMR)
Prof. Dr. Beate Binder (Sprecherin des Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien)
Dr. Hannah Birkenkötter, LL.M. (Köln/Paris I)
Dilken Celebi (ehemalige Teilnehmerin der HLCMR)
Soraia Da Costa Batista (Ehemalige Teilnehmerin und Mitarbeiterin der HLCMR)
Prof. Dr. Philipp Dann, LL.M. (Harvard) (Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung an der Humboldt Universität zu Berlin) 
Isabel Daum (Juristin, ehemalige Teilnehmerin der HLCMR)
Tahir Della (Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland)
Berndhard Franke (Kommissarischer Leiter Antidiskriminierungsstelle des Bundes)
Ronska Grimm (RA*in)
Robert Hahn
Yannis Haug-Jurgan (ehemaliger Teilnehmer der HLCMR)
Louisa Hattendorff (ehemalige Teilnehmerin der HLCMR, Gründungs- undVorstandsmitglied des Fördervereins)
Matthias Heese (RA)
Marlies Heimann (Präsidentin LAG Schleswig-Holstein)
Philip Heimann (ehemaliger Teilnehmer der HLCMR, Vorstandsmitglied)
Prof. Dr. Florian Jeßberger (Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Juristische Zeitgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin)
Wolfgang Kaleck (Menschenrechtsanwalt und Generalsekretär des ECCHR)
Prof. Dr. Juliane Karakayali 
Alexander Klose
Prof. Dr. Lena Kreck 
Renate Künast (MdB, ehem. Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz, Bundesministerin a.D.)
Anne Lütkes (Vizepräsidentin Deutsches Kinderhilfswerk)
Louise Majetschak (ehemalige Teilnehmerin der HLCMR)
Prof. Dr. Anna Katharina Mangold, LL. M. (Cambridge) (ehemalige Leiterin der HLCMR)
Prof. Dr. Nora Markard, MA (King’s College London)
Franziska Nedelmann (Rechtsanwältin und stv. Vorsitzende des Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV)) 
PD Kerstin Palm (Sprecherin des Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien)
Juliane Rausch
Prof. Dr. Jürgen Rehm
Dr. Miriam Saage-Maaß (Rechtsanwältin, stv. Legal Director und Leiterin des Programmbereichs Wirtschaft und Menschenrechte des ECCHR)
Dr. Christiane Schmaltz (Richterin am BGH)
Dr. Anja Schmidt (DFG-Forschungsprojekt "Pornographie und sexuelle Selbstbestimmung", Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ehemalige Leiterin der HLCMR)
Dr. Leonie Steinl, LL.M. (Columbia) 
Inken Stern (Rechtsanwältin)
Dr. Peer Stolle (Rechtsanwalt und Vorsitzender des Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverei)
Dr. Lukas Theune (Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins) 
Karina Theurer (feministische Juristin und Leitung des Instituts für juristische Intervention des ECCHR)
Theresa Tschenker (ehemalige Teilnehmerin und Mitarbeiterin der HLCMR)
Prof. Dr. Ulrike Vedder (Sprecherin des Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien)
Sebastian Walter (Stellvertretender Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Abgeordnetenhaus von Berlin)
Dr. Thilo Weichert (Landesdatenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein a.d.)
Prof. Dr. Maria Wersig (Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V.)
Prof. Dr. phil. Christine Wimbauer (Sprecherin des Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien)